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Januar1956 22. December 2003 14:29

Daten löschen, ein Ding der Unmöglichkeit.
 
Nicht zu fassen, wo überall Daten gespeichert werden und wie schwer es ist sie zu löschen.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,279255,00.html


Januar

mr.knollo 22. December 2003 15:31

Sehr gelungene Lektüre.
Leider auch ein bißchen erschreckend.
Also doch wohl alles klein schreddern und dann als Schrott verkaufen.

threep.wood 22. December 2003 21:58

Was ich dabei nur sehr seltsam finde ist: Wie können Festplatten oder Digitaldatenspeicher in Druckern, Handys, DigiCams und ähnlichen Geräten dauerhaft Daten (als Verweise) behalten, die ja doch im Grunde als Information noch Speicher wegnehmen?

Ich meine wenn ich 100 Gbyte Festplattenspeicher belegt hab und 10 Gbyte lösche.. dann hab ich noch 90 frei. WIE bitte kann es dann sein, dass die Verweise auf die Daten trotzdem noch existieren, sich rekonstruieren lassen und offenbar keinen Speicher fressen??

Mysteriös.. :|

Gucky 22. December 2003 22:05

das musst du dir vorstellen wie bei einem buch.
windows arbeitet mit einträgen und hinweisen (zeigern) auf die daten.
vergleichbar mit dem inhaltsverzeichnis bei einem buch.
wenn du das inhaltsverzeichnis rausreisst (beim buch), dann ist der rest von dem buch ja noch da.
so ähnlich macht windows das auch. es wird nur der zeiger gelöscht, die daten bleiben aber noch da.

threep.wood 22. December 2003 22:17

das ist mir schon klar, nur wenn die Daten dableiben, dann müssen sie doch (rein logisch) auch Festplattenspeicher verbrauchen. Ich kann ja keinen 700 MB Film rekonstruieren ohne den 700 MB Film.. oder?! Darin liegt für mich der Widerspruch.

mr.knollo 22. December 2003 22:22

So gesehen hast du schon Recht.
Aber nimm mal ne gute alte Kassette.
Du überspielst sie,aber die Musik von davor ist trotzdem nicht gelöscht worden.
Es wurde einfach nur ne neue Schleife raufgepackt.
Magnetismus fällt mir nur dazu ein.(Hoffe liege nicht ganz falsch)
Vieleicht kann Gucky noch mehr dazu sagen. :wink:

Gucky 22. December 2003 22:48

das ist ja ein wenig die verarsche der os. es wird nur der freie speicher angezeigt,
den die zeiger freigegen haben. die physikalischen daten werden ja nicht gelöscht.

natürlich verbrauchen sie speicher, sie sind aber für das os als freier speicher vorhanden.

wenn rechner zu reparatur gehen, meinen die leute, es würde reichen, die festplatte
zu formatieren. das reicht aber nicht. sie reissen ja nur das inhaltsverzeichnis raus.
das ist für mich eine kleinigkeit, das inhaltsverzeichnis wieder herzustellen.
beim format werden nur die zeiger (inhaltsverzeichnis) gelöscht, alles
andere was das os da beim format anzeigt, ist mehr oder weniger ein schaulaufen.
bei normalen format kann die festplatte zu fast 100% mit ihren daten wieder rekonstruiert werden.

nochmal zu dem buch. inhaltsverzeichnis rausreissen und dir wird vorgegaukelt,
du hättest ein leeres buch vor dir. obwohl du ja nur ein blatt rausgenommen hast.
so ist das halt mit windows.

wenn dur mir FAT korrekt übersetzen kannst, erkläre ich dir das im detail.

threep.wood 22. December 2003 23:08

Zitat:

Zitat von mr.knollo
So gesehen hast du schon Recht.
Aber nimm mal ne gute alte Kassette.
Du überspielst sie,aber die Musik von davor ist trotzdem nicht gelöscht worden.
Es wurde einfach nur ne neue Schleife raufgepackt.
Magnetismus fällt mir nur dazu ein.(Hoffe liege nicht ganz falsch)
Vieleicht kann Gucky noch mehr dazu sagen. :wink:

Bei der Kassette ist es aber so, dass du das alte Material nie wieder so herstellen kannst wie es mal war.. das ist ja gerade das Komische an der Digitalspeicher-Geschichte. Bei diesen analogen Speichern ist das nochmal eine andere Geschichte.

Der physikalische Speicher kann ja auch nicht unendlich belastbar sein, auch wenn für das OS der Zeiger-Speicher leer ist..

mr.knollo 22. December 2003 23:58

@threepwood
Der Vergleich mit einer Kassette war wohl nicht der Richtige.
Nimmst du halt eine RW.Es ist da ja ähnlich.
Außerdem bezieht sich der Artikel ja auf verschiedene Speichermedien.
Und mit dem Magnetismus lag ich auch nicht soweit weg.

Eine Festplatte besteht in der Regel aus mehreren übereinander liegenden Magnetplatten. Zwischen diesen Platten gibt es jeweils einen beweglichen Arm, der die Schreib- und Leseköpfe trägt. Die Köpfe gleiten auf einem Luftpolster in einem schmalen Abstand über die Magnetplatten.

Daher kommt meiner Meinung nach das was Gucky Schrieb schon dem ganzen ein Stück näher.

Quelle: http://www.tomshardware.de/storage/19991019/

:wink:

threep.wood 23. December 2003 00:09

Das mit der RW versteh ich nicht ganz.. die Daten der RW werden doch nur ständig überschrieben und somit gelöscht oder? Naja aber wenn es sich damit wie mit den anderen digitalen Speichermedien verhält, dann dürfte man auch die Daten der RW nach neuem Bespielen wieder herstellen können.

Fazit: In der Technik steckt der Teufel. :twisted:

mr.knollo 23. December 2003 00:20

Naja das ist ja die Frage?
Warum haben die Brennprogis einmal schnell löschen und einmal "dauerhaft" löschen in ihren Funktionen?
Um zur Platte zurück zukommen da gibts auch schnell formatieren und formatieren.
Und wenn du verschiedene Sachen brennst (Daten) kann es schon mal passieren wenn du das nur rüber knallst, das ein anderes Laufwerk nur die ältere Schleife erkennt. So und dann sagen die Gelehrten was von zigmal überschreiben.(z.B Gutmann Methode)
Womit dann wohl klar ist das die Theorie unterstützt wird!
Ich für meinen Teil kann nur Januar1956 Recht geben.

Nicht zu Fassen! :wink:

IQvon2 23. December 2003 01:46

Ich denke dass nur ein Bruchteil der gelöschten Dateien bleibt, mit dessen Hilfe man denn Rest "erahnen" könnte/kann. Es geht ja um bekante Dateien, die man irgendwann schon gehabt hat.
Wenn man aber Zahlencode nimmt, schifrierte Dateien, die normal "keinen" Sinn ergeben, so wird es nicht mehr möglich sein.
Svein Willassen macht ja dies logischer Weise nicht selbst, dass macht der Computer. Daher könnte der Computer es nicht, wenn er dies nie gekannt hat.
Das kann immer noch nur der Mensch.
Ich hoffe, dass es auch so bleibt...

Gucky 23. December 2003 01:58

@ IQvon2, gegendarstellung :
ich habe früher OS/2 benutzt. auf dieser partion habe ich auch viele daten gehabt.
zum test eines recovery-programms habe ich diese hdd im intensiv modus von
os/2 neuformatiert und sie zu 70% wieder mit irgendwelchen daten gefüllt.
dann habe ich das recovery prog gestartet und damit ca. 90% meiner früheren
daten wieder herstellen können. auch das gelöschte betriebssystem konnte
ich wieder herstellen. es war fast so, als hätte ich niemals diesen test gemacht.
arbeitsoberfläche, dateiverküpfungen usw. alles war fast so wie vor dem test.

deswegen kann ich Januar1956 nur beipflichten.
es ist schlimm, wo was gespeichert wird und vorallendingen, wie man es wieder restaurieren kann.

und wenn fachleute mir ihren richtigen werkzeugen an so eine aufgabe gehen, um daten wieder herstellen. oh je.


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